Visuelle Suche

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Visuelle Suche

Visuelle Suche„Visual Search“ ist ein neuer Begriff, der mehr und mehr Relevanz vor allem bei den Tech-Konzernen im Silicon Valley erhält.

Während Laien meist nur eine abstrakte Vorstellung von künstlicher Intelligenz haben, ist es doch erstaunlich, wie diese Technologien in unserer modernen Welt immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Doch was steckt eigentlich hinter der visuellen Suche und wo wird sie wie angewendet?

Visuelle Suche – was ist das überhaupt?

Falls Sie jetzt denken, dass Sie schon eine grobe Vorstellung davon haben, was Visual Search sein könnte, sollten Sie vorsichtig sein. Denn es handelt sich dabei nicht um die einfache „Image Search“, bei der durch Eingabe eines oder mehrerer Begriffe in eine Suchmaschine ein passendes Bild gesucht wird.

Die visuelle Suche funktioniert anders. Hier werden durch ein Bild andere Bilder gefunden.

Der Gedanke dahinter? Diese Form der Suche orientiert sich technologisch an der neuronalen Funktionsweise unseres Gehirns. Es ist also eine Form der künstlichen Intelligenz. Betrachten wir Menschen etwas mit unseren Augen, so vergleicht unser Gehirn in Millisekunden das Gesehene mit Bildern, die bereits gespeichert sind.

Genauso funktioniert Visual Search. Wie auch unser Gehirn, so lernt auch die Suchmaschine aktiv dazu. Jedes Bild, dass abgeglichen werden soll, wird gespeichert und dient der weiteren Suche.

Warum wird die Visual Search so relevant?

Fragen Sie sich gerade, warum das überhaupt so wichtig ist?

Warum Visual Search so relevant?

Es ist erst einmal Fakt, dass die visuellen Medien stark wachsen und bereits unfassbar populär sind. Das wird deutlich anhand der Tatsache, dass 95 % der Menschen in Deutschland im Alter zwischen 14 und 49 Jahren ein Mobiltelefon haben.

Der Siegeszug der Story-Formate beispielsweise macht deutlich, wie wichtig Bilder sein können. Was bei Snapchat anfing, ist mittlerweile bei jeder großen Social-Media-Plattform Standard. So rückt die visuelle Suche einfach in das Zentrum der Aufmerksamkeit von Usern. Es lässt sich auch nicht abstreiten, dass die Funktionsweisen, die die Visual Search ermöglicht, unfassbar praktisch sein können. So kann von einem Bild, das für Sie in irgendeiner Form interessant sein könnte, ein Screenshot erstellt und dann in eine Suchmaschine eingegeben werden.

Besonders nützlich ist das zum Beispiel, wenn Sie ein bestimmtes Outfit suchen oder irgendetwas, was das Thema Inneneinrichtung betrifft, um entweder Anbieter oder auch Inspiration zu finden.

Varianten und Anwendungsbeispiele

Zunächst noch einmal zur genauen Funktionsweise der Visual Search. Wichtig ist, dass die Technologie fähig sein muss, Bilder zu analysieren und daraus Rückschlüsse zu ziehen, um möglichst gute Treffer zu landen. Sie muss quasi „verstehen“ können, was sie da „betrachtet“. Das ist ein hochkomplexes und anspruchsvolles Gebiet, wie man sich vorstellen kann. Das menschliche Gehirn ist ein zu weiten Teilen noch kaum erforschtes Phänomen, das fasziniert und die Wissenschaft staunen lässt. So ist es kaum verwunderlich, dass es nicht einfach ist, eine solche Funktionsweise nachzubilden.

Es gibt verschiedene Varianten der visuellen Suche. Dabei werden die Folgenden unterschieden:

  • Reverse Image Search
  • Augmented Reality Search
  • Filtered & Deep Image Search
  • Related Search
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Reverse Image Research

Die bereits beschriebene Reverse Image Research macht es möglich, umgekehrt nach Bildern zu suchen. Sie wurde von Google entwickelt und findet heute nicht mehr nur bei der größten Suchmaschine der Welt Anwendung, sondern wird auch im Marketing-Bereich genutzt. So kann man zum Beispiel nachverfolgen, wie oft ein bestimmtes Stockfoto benutzt wurde, da eine Liste mit Websites angezeigt wird, wenn man ein bestimmtes Bild im Browser als Suchanfrage nutzt.

Augmented Reality Search

Stellen Sie sich einmal vor, Sie besichtigen eine große Stadt und die pure Masse an Eindrücken und Sehenswürdigkeiten erschlägt Sie nahezu. Entdecken Sie nun ein markantes Gebäude oder eine sonstige Attraktion, so können Sie es einfach fotografieren und erhalten dann Informationen über besagte Sehenswürdigkeit. Dies macht Augmented Reality Search, zu Deutsch Suche in erweiterter Realität, möglich.

Auch könnten Sie ein Kino fotografieren und erhalten Informationen über das Programm, über die Snacks und die Öffnungszeiten.

Diese Features sind extrem praktisch und nehmen zu Recht künftig mehr Raum ein.

Augmented Reality Search kommt beispielsweise bei Google Lens zum Einsatz.

Related Search

Die Ähnlichkeitssuche, die von Pinterest eingeführt wurde, basiert darauf, dass die künstliche Intelligenz Bilder und Bildinhalte miteinander vergleicht.

Daraus resultiert die Möglichkeit, dass einzelne Gegenstände isoliert auf Bildern gesucht werden können.

Auch das Fotoportal Shutterstock nutzt etwas Ähnliches. Verwendet man für die Suchmaschine ein bestimmtes Foto, so werden weitere Bilder mit gleichen Motiven vorgeschlagen, zumindest Motive, die aus Sicht der KI gleiche Motive aufzeigen.

Filtered & Deep Image Search

Auch die Filtered Image Search hat ihre Wurzeln bei Pinterest.

Hier wird ein ähnliches Prinzip wie bei der Related Search angewandt. Diese Funktion schlägt Filter vor, damit die Suche der Nutzer besser ablaufen kann.

Es können einzelne isolierte Elemente auf Bildern markiert werden, die dann durch die Suchmaschine zu passenden Produkten verlinkt. So kann man vielleicht ein Haushaltsgerät finden, das einem optisch zusagt oder auch Einrichtungsgegenstände, die einem gefallen.

Auch Bing hat eine ähnliche Funktion. Bei der Deep Search können Objekte ausgeschnitten und dann wieder über die Bildersuche ähnliche Ergebnisse gefunden werden.

Visual Search und SEOVisual Search und SEO

Diese Formen der künstlichen Intelligenz spielen auch im Bereich der Suchmaschinenoptimierung eine Rolle, was vor allem für den E-Commerce interessant sein dürfte.

Will man bei dem wachsenden Trend der visuellen Medien mitziehen und im Idealfall noch davon profitieren, so ist es wichtig, sich genau darauf einzustellen.

Achten Sie als möglicher Online-Verkäufer auf einige wichtige Punkte:

Kontext

Binden Sie Ihre Bilder besser in den Kontext der Texte ein. Passt alles gut zusammen, wirkt sich das positiv auf die Algorithmen aus.

Bildunterschrift

Beschreiben Sie detailliert, was auf den Bildern zu sehen ist und was für Elemente enthalten sind.

Bildschärfe und Dateigröße

Wichtig ist, dass die Elemente der Bilder auch gut erkennbar sind und dabei die Bilddatei jedoch nicht zu groß ist, um lange Ladezeiten zu verhindern.

Kamera-Daten

Mittlerweile erzeugen Kameras bei Aufnahmen Informationen wie Uhrzeiten und das Datum, aber auch geographische Daten. Insbesondere Letztere sorgen dafür, dass bestimmte Orte mehr Relevanz in den Algorithmen erhalten.

Alternativtext

Auch der Alternativtext ist nicht zu vergessen und sollte mit Keywords versehen werden, um der Visual Search SEO in die Hände zu spielen.

Strukturierte Daten

Generell wirken sich gezielte Zusatzinformationen positiv aus, wenn sie sich auch auf die betroffene Website beziehen. Somit erleichtern Sie es der Suchmaschine, Ihre Seite auch zu finden.

Fazit

Was sollten Sie also daraus mitnehmen?

Vor allem sollte Ihnen bewusst sein, dass visuelle Suche existiert und Sie Ihren Shop oder Ihre Website daran anpassen und entsprechend optimieren sollten. Es spielt eine große Rolle, um viele potenzielle Kunden auf Ihre Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam zu machen, sei es aus kommerziellen Gründen oder auch nicht.

Die Optimierung in Hinblick auf die visuelle Suche bei Google oder anderen Suchmaschinen wird für Sie unumgänglich sein, wollen Sie erfolgreich im Internet sein.

Jetzt haben Sie hoffentlich einen kleinen Eindruck davon erhalten, was hinter Visual Search steckt und warum sie künftig immer wichtiger wird.

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